In Sorsum

September 23, 2016

Das Grundstück, von dem wir sprechen befindet sich in Norddeutschland, in der Nähe der Stadt Hannover. Dort liegt ein kleines Dorf umringt von Wald. Ein bisschen außerhalb liegt eine alte Kirschbaumplantage. Mein Uhrgroßvater hat sie vor 90 Jahren angelegt. Drum herum wird konventionelle Landwirtschaft betrieben.

Damit soll jetzt Schluss sein! Seit Oktober bewirtschaften wir die anderthalb Hektar um den Obstgarten herum selbst. Und seid euch gewiss, wir haben nur unkonventionelles darauf vor :-)

 

Um die Ackerfläche langfristig wieder selbstständig arbeiten zu lassen füttern wir den Boden mit jeder Menge Gründüngung. Dafür verwenden wir Pflanzen, die Stickstoff (mit der wichtigste Pflanzennährstoff) aus der Umgebungsluft aufnehmen und beim Verrotten wieder freisetzen. Somit entsteht ein ständiges Plus an Nährstoffen auf der gesamten Fläche.

Im Laufe des Jahres haben wir schnell gemerkt, dass der Einfluss einer dauernden Bepflanzung viele Vorteile hat. Bienen profitieren von der Blütenpracht, Regenwürmer stürzen sich geradezu auf die absterbenden Pflanzen und der Boden unter der Pflanzendecke ist den ganzen Sommer über so feucht, dass wir sogar einige größere Frösche gefunden haben. Nicht zuletzt kann durch die ständige Bewurzelung des Bodens die Erosion durch das Regenwasser vermindert werden.

 

Kurz gesagt wollen wir den gesamten Boden und das Bodenleben fördern um langfristig den zahlreichen Kulturpflanzen einen guten Standort zu geben.

 

Das ist auch dringend erforderlich, da sehr viele verschiedene Pflanzen angebaut werden sollen.

 

Es wird ein hochproduktives, artenreiches, wiederstandsfähiges und wunderschönes Ökosystem entstehen in dem sowohl Mensch und Tier aber vor allem die Pflanzen eine nachhaltige Heimat finden.

 

 

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